Das Seitenverhältnis (Aspect Ratio) im Film beschreibt das Verhältnis von Breite zu Höhe des Bildes. Es ist ein fundamentaler visueller Faktor, der die Komposition und das Zuschauererlebnis prägt.
Verschiedene Seitenverhältnisse im Vergleich und ihre Wirkung
- 4:3 ist das klassische TV-Format. Früher wurden sowohl TV-Beiträge, als auch Filmproduktionen in diesem Format gedreht. Heute wird es vor allem verwendet, um einen retro-look oder einen nostalgischen Effekt zu erzielen, oder ein Gefühl von Enge zu visualisieren.
- 16:9 ist der weltweite HD-Standard für Fernsehen und digitale Videoproduktion. Meist wird in diesem Verhältnis gedreht, um später in der Postproduktion das gewünschte Seitenverhältnis mittels Blackbars zu bearbeiten.
- 1.85:1 (Flat) ist ein gängiges Breitbildformat im Kino, das eine Balance zwischen Standard-Bildschirm und breiterem Kino-Erlebnis bietet und einen cinematischen Look verspricht.
- 2.39:1 (Cinemascope/Scope) ist ein sehr breites Seitenverhältnis, welches sich optimal für breite Szenenlandschaften eignet und einen epischen Charakter hat.
Das Seitenverhältnis ist aber nicht nur ein technisches Detail der Cinematographie. Vielmehr beeinflusst es, welche Details im Film sichtbar sind, wie sich die Figuren auf der Leinwand bewegen, wie ihr Verhältnis zueinander ist und welche Stimmung generiert wird, von beklemmender Enge, bis hin zum epischen Kinoerlebnis.
Fazit zum Seitenverhältnis
Das Seitenverhältnis ist sowohl technische Voraussetzung zur Planung der weiteren Shots, bestimmt aber auch die Stimmung, Sichtbarkeit wichtiger Details und in gewisser Weise auch die Mise en Scène.
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