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Begriffserklärung Mise en Scène

Der Begriff «Mise en Scène» in der Filmproduktion

Mise en Scène bedeutet in der Filmanalyse den Aufbau eines Bildes in der Szene, von der Platzierung der Charaktere, der Requisiten, bis hin zur inneren Montage. Dabei sind zwei Elemente wesentlich: die Bewegungsregie (Blocking) und die Inszenierung (Staging). 

Grundprinzip

Prinzipiell wird die einzelne Kameraeinstellung wie ein Gemälde angesehen, in dem sich die Figuren mit einer narrativen Motivation im Raum bewegen. Hierfür wird das Bild in Vorder-, Mittel- und Hintergrund geteilt, wodurch eine visuelle Tiefe im Bild entsteht, die die Handlung unterstreicht. Mise en Scène kann aber auch zum Mittel reiner ästhetischer Wiedererkennung werden, so wie beispielsweise in Filmen von Wes Anderson, welche visuell einer geplanten Symmetrie folgen.

Bewegungsregie (Blocking)

Das Blocking ist die Aufgabe der Regie. Hier wird entschieden, wo die Figuren im Raum stehen, wie sie sich bewegen und wann genau sie handeln. Einerseits dient dies der klaren Darstellung für Kamera und Zuschauer, kann aber auch nonverbale Aussagen über die Beziehung zwischen zwei Figuren oder zwischen einer Figur und einem Gegenstand oder Raum treffen, sowie Spannung erzeugen. 

Inszenierung (Staging)

Die Inszenierung ist Aufgabe der Regie, wie auch des Kameramannes. Sie entscheiden gemeinsam, wo die Kamera im Raum stehen wird und wie sie die Handlung einfängt. Hier spielen unter anderem auch der Einfluss des Lichtes, Farben, Kamerawinkel, Tiefenunschärfe, Objektivwahl und die Entfernung zur Handlung eine tragende Rolle. Durch das Staging können unausgesprochene Verhältnisse, die den Charakteren vielleicht gar nicht bewusst sind, ausgedrückt werden. Es bestimmt die visuelle Sprache des Films und kann beim tieferen Verständnis der Handlung behilflich sein. 

Ursprünge des Begriffs

Der Begriff Mise en Scène kommt ursprünglich aus der Welt des Theaters und bedeutet so viel wie “Die Vorbereitung der Bühne”. Filmisch wurde der Ausdruck von dem französischen Filmkritiker André Bazin zur Zeit der Nouvelle Vague (Französische Neue Welle) in den 1950er Jahren geprägt. Er sah die Anordnung einer Bildsequenz als zentralen Punkt des Filmemachens an und sprach ihm besondere Bedeutung zu. Er bezeichnete es als Choreografie zwischen Schauspieler und Kamera, wodurch eine visuelle Geschichte erzählt werden kann. 

Fazit zu Mise en Scène

Mise en Scène ist ein wichtiges dramaturgisches, sowie visuelles Element, welches das Geschehen vor der Kamera, aber auch die Interaktion zwischen Kamera und Handlung im Fokus hat. Hier können Aussagen über die Charaktere getroffen , Symbolik genutzt oder eine individuelle Bildsprache gefunden werden. 

Haben Sie Fragen zur Begriffserklärung Mise en Scène oder möchten Sie selbst ein Filmprojekt realisieren? 

Gerne helfen wir von ALOCO, Filmproduktion Bern, weiter bei Ihrem Filmprojekt und stehen Ihnen zur Verfügung, wenn Sie Fragen zur Inszenierung Ihres nächsten Projektes haben. Kontaktiere Sie uns gerne unter info(at)aloco(.)ch.

Typ des Begriffes: definition
Sprache des Begriffes (2 Zeichen ISO Code): de
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Über die Autorenschaft des Film und Video Glossars

Dan Riesen, Absolvent der Vancouver Film School VFS in Kanada, begleitet seit 2004 Filmproduktionen und Videoproduktionen in der Schweiz und im Ausland. Er ist CEO, Kameramann, Colorist und Filmproduzent bei der ALOCO GmbH in Bern und sehr bemüht, seinem Fachjargon auch kurze Erklärungen folgen zu lassen.

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Fachbegriffe zur Filmproduktion und Videoproduktion vom Videograf erklärt:

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