Als MacGuffin wird ein die Handlung antreibendes Element bezeichnet, welches die Charaktere des Films motiviert, aktiv zu werden. Dabei kann es sich um Objekte, Personen, oder Ereignisse handeln, welches die funktionale Bestimmung, die im Kontext des Films mit ihm in Zusammenhang gebracht wird, erfüllt. Für die Geschichte selbst und damit für den Zuschauer ist das MacGuffin weitgehend irrelevant, wobei Filmfiguren ihm grosse Bedeutung beimessen.
Ursprünge des Begriffs
Seine Ursprünge findet der Begriff MacGuffin im Werk des Drehbuchautoren Angus MacPahil, der oftmals mit Alfred Hitchcock zusammenarbeitete. Der Begriff selbst ist eine Wortzusammensetzung aus dem Namen des Drehbuchautors MacPhail und dem englischen Wort „Guff”, was sich mit „Quatsch” oder „Unsinn” übersetzen lässt. Hitchcock selbst erklärt in einem Interview mit Francois Truffaut: „Das Wichtigste, was ich im Laufe der Jahre über den MacGuffin gelernt habe, ist, dass er nichts ist. Davon bin ich überzeugt, aber es fällt mir schwer, es anders zu beweisen.”
Bekannte Beispiele für MacGuffins
- „Citizen Kane” (1941): Nachdem Charles Foster Kane auf seinem Sterbebett in einem letzten Satz von „Rosebud” spricht, versuchen die restlichen Filmfiguren hinter die mysteriösen Identität von Rosebud zu kommen.
- „Psycho” (1960): Als Antrieb der Geschichte dienen die 40.000 Dollar, die von Marion Crane gestohlen werden, die jedoch im weiteren Verlauf der Handlung immer mehr in den Hintergrund rücken.
- „Pulp Fiction” (1994): Der leuchtende Koffer motiviert Jules und Vincent, diesen zu stehlen, doch der wahre Inhalt bleibt dem Zuschauer bis zum Ende des Films ein Rätsel.
Fazit zum MacGuffin
Der MacGuffin ist ein dramaturgisches Werkzeug, das als Motivation der Charaktere dient oder allgemein zum Antrieb der Handlung beiträgt. Für die Handlung selbst ist er jedoch unwichtig.
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