Der Dutch Angle lässt sich im Deutschen am besten mit “Schrägsich", “geneigter Winkel” oder "verkanteter Winkel” übersetzen und bezeichnet eine Kameraeinstellung in der Fotografie oder im Film, bei der die Kamera gekippt wird, sodass der Horizont schräg über das Bild verläuft.
Wirkung auf den Zuschauer
- Der Dutch Angle nimmt dem Zuschauer einerseits die Orientierung. Er lässt die Szene unstabil und unheimlich wirken, da er die natürliche Ausrichtung des Betrachters stört.
- Ausserdem wird er oft als Spannung erzeugendes Stilmittel genutzt und weckt Gefühle von Angst, Chaos und psychischer Instabilität.
Ursprung des Begriffs
Der Dutch Angle findet seinen Ursprung im Deutschen Expressionismus der 1920er Jahre. Das von den Nachkriegsjahren herrschende Leid im Land wurde filmisch von Visionären wie Fritz Lang in Horror-Filmen aufgearbeitet, in denen der Dutch Angle ein wichtiges Element war. Fälschlicherweise wurde der ursprünglich als “Deutscher Winkel” bekannte begriff bald zum “Dutch Angle" übersetzt. In den 1940er und 50er Jahren wurde die Technik auch im Film Noir zu einem beliebten Stilmittel. Heute wird die Kameraeistellung vor allem in Momenten des Unwohlseins, der Spannung, Verwirrung, Wahnsinn, Bedrohung oder Entfremdung genutzt.
Fazit zum Dutch Angle
Der Dutch Angle ist ein wichtiges Stilmittel in der Fotografie, sowie der Filmproduktion. Vor allem in Horror Filmen oder in Szenen der Spannung wird er bis heute effektiv angewandt.
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