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Begriffserklärung Bildrate

Der Begriff «12, 25, 50 60, 10 120 fps» in der Filmproduktion

Die Bildrate beschreibt, wie viele einzelne Bilder pro Sekunde aufgenommen, verarbeitet oder wiedergegeben werden. Sie wird meist in fps angegeben, also «frames per second». In der Filmproduktion beeinflusst die Bildrate, wie flüssig Bewegungen wirken, wie natürlich ein Bild wahrgenommen wird und wie gut sich Aufnahmen für bestimmte Einsatzzwecke eignen.

Was bedeutet Bildrate bei Video?

Ein Video besteht aus vielen einzelnen Bildern, die schnell nacheinander abgespielt werden. Die Bildrate legt fest, wie viele dieser Bilder pro Sekunde sichtbar sind. Bei 25 fps werden 25 Einzelbilder pro Sekunde gezeigt, bei 50 fps entsprechend 50. Je höher die Bildrate, desto flüssiger wirken schnelle Bewegungen in der Regel.

Was bedeutet 25 fps?

25 fps ist eine sehr verbreitete Bildrate im europäischen Video- und Broadcast-Umfeld. Sie sorgt für eine natürliche Bewegungsdarstellung und wird häufig für Interviews, Imagefilme, Reportagen, Unternehmensvideos und viele klassische Produktionen verwendet. 25 fps wirken oft etwas filmischer und ruhiger als höhere Bildraten und ist für viele Projekte ein sinnvoller Standard.

Was bedeutet 50 fps?

50 fps zeigt doppelt so viele Bilder pro Sekunde wie 25 fps. Dadurch wirken Bewegungen deutlich flüssiger und klarer, besonders bei schnellen Kameraschwenks, Sport, Action, Events oder dynamischen Szenen. Ausserdem eignet sich 50 fps bestens, wenn Material in der Postproduktion verlangsamt werden soll, weil mehr Einzelbilder für saubere Zeitlupen zur Verfügung stehen.

Wann ist 25 fps sinnvoll?

25 fps sind oft die richtige Wahl, wenn ein Film einen klassischen, ruhigen und professionellen Look haben soll. Diese Bildrate passt gut zu Interviews, Markenfilmen, Dokumentationen, Erklärvideos und vielen Webvideos. Auch wenn keine Zeitlupe geplant ist und Bewegungen nicht rasant sind, ist 25 fps meist völlig ausreichend.

Wann ist 50 fps sinnvoll?

50 fps ist besonders nützlich, wenn Bewegungen möglichst weich und stabil dargestellt werden sollen. Das betrifft etwa Sportaufnahmen, Tanz, Events, Drohnenflüge, Kamerafahrten oder Szenen mit viel Action. Ebenso sind 50 fps sinnvoll, wenn im Schnitt später eine verlangsamte Wiedergabe vorgesehen ist. So lässt sich das Material sauberer auf 25 fps herunterinterpretieren und als Zeitlupe nutzen.

Bedeutet eine höhere Bildrate automatisch ausgezeichnete Qualität?

Nein. Eine höhere Bildrate bedeutet nicht automatisch ein besseres Video. Sie verändert vor allem die Wirkung von Bewegung. 50 fps kann technisch flüssiger aussehen, aber nicht jedes Projekt profitiert gestalterisch davon. Für viele Produktionen ist 25 fps die passendere Wahl, weil diese Bildrate natürlicher, ruhiger oder hochwertiger wirkt. Entscheidend ist immer, welche Wirkung erzielt werden soll und wo das Video später eingesetzt wird.

Was ist der Unterschied zwischen Bildrate und Zeitlupe?

Die Bildrate beschreibt zunächst nur, mit wie vielen Bildern pro Sekunde aufgenommen oder abgespielt wird. Zeitlupe entsteht dann, wenn Material mit höherer Bildrate aufgenommen und später mit niedrigerer Wiedergaberate ausgespielt wird. Wird zum Beispiel mit 50 fps gefilmt und das Material in einer 25-fps-Timeline verwendet, kann die Bewegung verlangsamt und weicher dargestellt werden.

Welche Bildrate ist für welches Projekt sinnvoll?

25 fps eignen sich in vielen Fällen für klassische Filmproduktionen, Webvideos, Interviews und Unternehmenskommunikation. 50 fps sind vorteilhaft bei schnellen Bewegungen, dynamischen Szenen und geplanten Zeitlupen. Welche Bildrate die beste ist, hängt deshalb immer von Inhalt, Stil, Plattform und Nachbearbeitung ab.

Weitere gängige Bildraten: 10, 25, 50, 60 und 120 fps

Neben 25 und 50 fps gibt es in der Videoproduktion weitere Bildraten, die je nach Einsatzgebiet sinnvoll sein können. Die Wahl beeinflusst, wie flüssig Bewegungen wirken, wie gut sich Material für Zeitlupe eignet und welchen Eindruck ein Video insgesamt vermittelt.

10 fps sind eine sehr tiefe Bildrate und werden kaum für normale Videoaufnahmen verwendet. Sie kann aber bei Zeitraffer, technischen Aufzeichnungen oder sehr reduzierten Webanimationen sinnvoll sein. Bewegungen wirken damit deutlich ruckeliger, dafür lassen sich lange Zeiträume mit wenig Daten darstellen.

25 fps sind im europäischen Raum ein klassischer Standard und eignet sich gut für Interviews, Reportagen, Imagefilme und viele Webvideos. Die Bewegungsdarstellung wirkt natürlich und ruhig und passt für die meisten Projekte hervorragend.

50 fps liefern eine deutlich flüssigere Darstellung als 25 fps. Diese Bildrate ist ideal für Sport, Events, dynamische Kamerabewegungen oder Aufnahmen, die später leicht verlangsamt werden sollen. 50 fps ist oft ein hervorragender Kompromiss zwischen natürlicher Bewegung und Zeitlupenreserve.

60 fps werden vor allem im internationalen, digitalen und stark online geprägten Umfeld eingesetzt. Bewegungen wirken nochmals etwas glatter und direkter. Diese Bildrate ist vor allem bei actionreichen Inhalten, Gaming, Sport oder bestimmten Social-Media-Produktionen verbreitet.

120 fps werden in erster Linie dann interessant, wenn hochwertige Zeitlupen geplant sind. Da sehr viele Einzelbilder pro Sekunde aufgezeichnet werden, lassen sich schnelle Bewegungen stark verlangsamen und trotzdem sauber darstellen. Der Nachteil ist, dass Datenmenge, Lichtbedarf und technische Anforderungen deutlich steigen.

Was ist Slow Motion?

Slow Motion, auch Zeitlupe, entsteht dann, wenn mit einer höheren Bildrate aufgenommen und mit einer tieferen Bildrate wiedergegeben wird. Wird zum Beispiel mit 50 fps gefilmt und das Material in einer 25-fps-Timeline abgespielt, kann die Bewegung auf die halbe Geschwindigkeit reduziert werden. Bei 120 fps sind entsprechend noch deutlich stärkere Verlangsamungen möglich.

Je höher die Aufnahme-Bildrate, desto sauberer und flüssiger wirkt die Zeitlupe. Deshalb werden für Slow Motion oft 50, 60 oder 120 fps verwendet. Wichtig ist aber, dass die höhere Bildrate bereits beim Dreh geplant wird. Eine normale 25-fps-Aufnahme lässt sich nur sehr begrenzt in eine überzeugende Zeitlupe umwandeln.

Was ist Zeitraffer?

Beim Zeitraffer wird das Gegenteil der Zeitlupe erzeugt: Bewegungen erscheinen schneller. Dazu werden entweder in grösseren Zeitabständen Einzelbilder aufgenommen oder längere Abläufe später beschleunigt wiedergegeben. So lassen sich Wolkenbewegungen, Verkehr, Bauprozesse, Menschenströme oder Sonnenuntergänge komprimiert und dynamisch zeigen.

Eine sehr tiefe Bildrate wie 10 fps kann in bestimmten Fällen bereits einen zeitrafferartigen Eindruck erzeugen. Klassischer Zeitraffer wird aber meist nicht über eine normale Video-Bildrate produziert, sondern über gezielt aufgenommene Einzelbilder oder deutlich reduzierte Aufnahmeintervalle.

Welche Bildrate ist wann sinnvoll?

  • 25 fps eignen sich für die meisten klassischen Film- und Videoprojekte.
  • 50 fps sind ideal bei Bewegung und wenn leichte Zeitlupe gewünscht ist.
  • 60 fps passen gut zu dynamischen digitalen Formaten und internationalen Workflows.
  • 120 fps sind sinnvoll für deutliche, hochwertige Slow Motion.
  • 10 fps sind eher ein Spezialfall und vor allem für Zeitraffer oder technische Anwendungen interessant.

Entscheidend ist immer, welche Wirkung erzielt werden soll und wo das Video später eingesetzt wird.

Kontakt für Filmproduktion und die passende Bildrate

Sie möchten wissen, ob Ihr Projekt besser in 25 oder 50 fps gedreht werden soll? Wir beraten Sie gerne bei Konzeption, Dreh und Postproduktion und helfen Ihnen, die passende Bildrate für Look, Bewegung und Ausspielung sinnvoll festzulegen.

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Über die Autorenschaft des Film und Video Glossars

Dan Riesen, Absolvent der Vancouver Film School VFS in Kanada, begleitet seit 2004 Filmproduktionen und Videoproduktionen in der Schweiz und im Ausland. Er ist CEO, Kameramann, Colorist und Filmproduzent bei der ALOCO GmbH in Bern und sehr bemüht, seinem Fachjargon auch kurze Erklärungen folgen zu lassen.

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Fachbegriffe zur Filmproduktion und Videoproduktion vom Videograf erklärt:

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